Neue Aufkleber für Innungsfachbetriebe des Büchsenmacherhandwerks
Der auf der diesjährigen Bundesinnungsversammlung beschlossene einheitliche Aufkleber für alle bundesweiten
Innungsfachbetriebe im Büchsenmacherhandwerk liegt nun vor. Er wurde in den Farben der Imagekampagne des Handwerks
gestaltet und kann für alle Innungsbetriebe über die jeweiligen Landesinnungen als Vorderglas- oder Hinterglasaufkleber
beim Bundesinnungsverband für das Büchsenmacherhandwerk bestellt werden. Durch diesen Aufkleber kann jeder Kunde
sofort erkennen, dass er bei einem Innungsbetrieb und somit bei einem
Spezialisten und Fachmann des Büchsenmacherhandwerks gut aufgehoben ist. Desweiteren dokumentiert der Aufkleber, dass dieser Betrieb
durch seine Mitgliedschaft in der Innung auch einen Beitrag zur Förderung und Weiterentwicklung des
Büchsenmacherhandwerks leistet.
Den Aufkleber können Sie unter dem folgenden Link downloaden:
Mitgliederversammlung des Bundesinnungsverbandes für das Büchsenmacherhandwerk am 2. Juli 2011 in Suhl
Am 2. Juli 2011 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Bundesinnungsverbandes für das Büchsenmacherhandwerk in Suhl statt.
Der Vorsitzende des Bundesverbandes, Herr Helmut Adamy, konnte alle Mitglieder, vertreten durch die Obermeister
Jürgen Triebel Süddeutschland, Jürgen John Mitteldeutschland, Heinz Kuhlmann Niedersachsen, Klaus-Bernd Liedel Nordrhein,
Rheinlandpfalz, und Saarland sowie Rolf Schönlein Westfalen-Lippe begrüßen. Als Gäste konnte er den Stellvertretenden Obermeister,
Herrn Prommersberger Süddeutschland, den Geschäftsführer des VDB, Herrn Wolfgang Fuchs, und den Geschäftsführer des BIV, Herrn
Rudolf Wirsing, willkommen heißen.
Auf der Tagesordnung standen der Bericht des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr, Wahlen zum Vorstand,
Satzungsänderungen, Haushaltsbeschlüsse und verschiedene andere Schwerpunkte.
Umfangreiche Diskussionen gab es zum Thema Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz und Versandbedingungen im In- und Ausland.
Die Meinung aller Teilnehmer der Sitzung war, dass uns nur eine gemeinsame, möglichst einheitliche Vorgehensweise aller Verbände
und Institutionen unserer Branche gegenüber den Behörden weiterbringen kann.
Zwischen dem BIV, dem VDB und dem JSM gibt es seit Jahren schon eine sehr konstruktive Zusammenarbeit.
So wurde auch wiederum bestätigt, dass Herr RA Gotzen, GF des JSM, den Büchsenmacherverband in enger Zusammenarbeit mit dem
Vorstand in Waffenrechtsfragen berät und vertritt.
Nach 4-jähriger Kleinarbeit wurde eine Modernisierung der Lehrlingsausbildung im Büchsenmacherhandwerk erreicht.
Am 1. August 2010 ist die neue Ausbildungsverordnung in Kraft getreten.
Herr Adamy dankte allen beteiligten Mitgliedern des Bundesvorstandes für die aktive, zielstrebige und manchmal
nicht einfache Arbeit nochmals ausdrücklich. Auch zukünftig muss die Ausbildung junger verantwortungsbewusster
Nachwuchskräfte ein Hauptbestandteil unseres Engagements bleiben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Öffentlichkeitsarbeit.
Die Innungen des Büchsenmacherhandwerks müssen ihre Arbeit nach außen, vor allem gegenüber den Nichtmitgliedern
unseres Handwerks besser darstellen. Wir müssen klarstellen, dass wir neben der Gesellen- und Meisterprüfung eine
ganze Reihe von Aufgaben erfüllen. Mit einem Organisationsgrad von unter 30 Prozent ist auf Dauer keine vernünftige
Vertretung unseres Berufsstandes mehr möglich.
Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen wurde Herr Helmut Adamy erneut als Vorsitzender für die nächsten drei
Jahre bestätigt. Als Stellvertreter für diese Amtsperiode erhielt der Obermeister für Süddeutschland und
Präsident des VDB, Herr Jürgen Triebel, erneut das Vertrauen.
Die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre zwischen dem Bundesinnungsverband für das Büchsenmacherhandwerk,
dem VDB und dem JSM soll sich auch zukünftig zum Wohle des Büchsenmacherhandwerks und der gesamten Branche
weiter entwickeln.
Durch eine Satzungsänderung wurde die Möglichkeit geschaffen, Gastmitglieder aufzunehmen, deren Förderung und
Weiterentwicklung des Bundesinnungsverbandes und des gesamten Büchsenmacherhandwerks am Herzen liegen.
Den Abschluss der Tagung bildete eine Wanderung durch den Thüringer Wald zur »Döllberghütte« bei Suhl.
Selbst kurze Regenschauer waren der guten Laune und weiteren individuellen Gesprächen nicht abträglich.

IWA & QutdoorClassics 2011
Vom 11. - 14.03.2011 trifft sich auch in diesem Jahr die internationale Fachwelt für »Jagd - und Sportwaffen« zur IWA 2011 &
QutdoorClassics in Nürnberg. Auch wir als Bundesinnungsverband für das Büchsenmacherhandwerk sind wieder beim VDB in der
Halle 4a am Stand 500 vertreten. Als Ansprechpartner in Fragen des Büchsenmacherhandwerks stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Neuordnung der Ausbildung zum Büchsenmacher
Unter der Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung wurde nach dreijähriger guter Zusammenarbeit und Mitwirkung des Zentralverbandes
des Deutschen Handwerks, des Bundesverbands für das Büchsenmacherhandwerk, des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie, der IG Metall,
des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport Baden-Württemberg, des Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung und
Sachverständiger des Büchsenmacherhandwerks aus ganz Deutschland sowie Vertreter der beiden Büchsenmacherschulen Suhl und Ehingen die
Neuordnung der Berufsausbildung zum/zur Büchsenmacher/-in abgeschlossen.
Mit Wirkung vom 1. August 2010 tritt die neue Büchsenmacher-Ausbildungsverordnung vom 26. Mai 2010 in Kraft. Kernstück dieser
Neuordnung ist die Aktualisierung und Modernisierung der Büchsenmacherausbildung.
Verkürzung der Ausbildungsdauer
Die Berufsausbildung zum/zur Büchsenmacher/-in wurde von dreieinhalb Jahren auf drei Jahre verkürzt
Ausbildungsinhalte und Durchführung der Ausbildung
Im ersten Ausbildungsjahr werden die Inhalte der Berufsausbildung zum/zur Feinwerkmechaniker/-in übernommen. Im zweiten und
dritten Lehrjahr werden die spezifischen, berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. Dabei werden
neue inhaltliche Elemente, wie beispielsweise das
Fertigen auf rechnergesteuerten Maschinen, in die Ausbildungsordnung aufgenommen.
Die Kenntnisse zum Besitz von Waffen und die Verschärfung des Waffengesetzes sowie die waffenrechtlichen Bestimmungen sind für
diesen Ausbildungsberuf profilgebend und werden neben den handwerklichen Tätigkeiten auch in der Gesellenprüfung entsprechend berücksichtigt.
Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, diesen in der
Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig zu prüfen.
Gesellenprüfung
Mit dieser Verordnung wird eine sogenannte »Gestreckte Gesellenprüfung« durchgeführt. Die Gesellenprüfung besteht aus zwei
zeitlich getrennten Teilen. Teil I der gestreckten Prüfung findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres und Teil II am Ende des
dritten Ausbildungsjahres statt. Für das Gesamtergebnis werden Teil I der Abschlussprüfung mit 25 Prozent und Teil II der Abschlussprüfung
mit 75 Prozent gewichtet.
Die neue Ausbildungsordnung wurde im Bundesgesetzblatt Nr. 26 vom 2. Juni 2010 veröffentlicht und kann mit dem neuen Rahmenlehrplan
unter www.bundesgesetzblatt.de (Bürgerzugang) eingesehen werden.
Ein Büchsenmachermeister mit Leib und Seele
60. Geburtstag: Präsident Helmut Adamy erhält das »Handwerkszeichen in Gold« des ZDH
Die Freude war ihm anzusehen: Präsident Helmut Adamy feierte am 20. Jahrestag des Mauerfalls
am 9. November seinen 60. Geburtstag. Rund 140 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltungen,
darunter auch der neue Thüringer Wirtschaftsminister Mathias Machnig, gratulierten.
Dass das Jubiläum von Helmut Adamy mit dem 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 1989
zusammen fiel ist Zufall, doch im offiziellen Festakt der Handwerkskammer Südthüringen spiegelten
sich die Ereignisse von damals nachhaltig wider. Bei der Verleihung des »Handwerkszeichen in Gold«
stellte Karl Heinz Schneider, Mitglied im Geschäftsführenden Präsidium des Zentralverbandes des
Deutschen Handwerks (ZDH), diesen Zusammenhang her. HWK- Vizepräsident Rainer Rudolph erinnerte
in seiner Festrede daran, dass die moderne Zeitrechnung für Helmut Adamy zu dessen 40. Geburtstag
begonnen hätte, dem Tag als die Mauer fiel und bezeichnete diesen Zufall als unschätzbares
Geburtstagsgeschenk. Er verwies auf das fast 200jährige Wirken der Familie Adamy im
Büchsenmacherhandwerk und ging speziell auf das Leben und Schaffen des Jubilars ein. Er bezeichnete
ihn nicht nur als leidenschaftlichen Büchsenmachermeister und Waffenhersteller, sondern auch
als unermüdlichen Botschafter des traditions- und verantwortungsbewussten Waidwerkes. Ausführlich
würdigte er das ehrenamtliche Wirken, vom Kreishandwerksmeister bis zum Kammerpräsident, vom
Obermeister der Büchsenmacherinnung bis zum Bundesinnungsmeister für das Büchsenmacherhandwerk.
Der neue Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Matthias Machnig (SPD), wollte
sich in seinem Grußwort als Anwalt von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen verstanden
wissen. Er wolle schnellstens eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Unternehmen, Kammern und
Verbänden herstellen. Die Biografie von Helmut Adamy sei mit
seinem Geburtstag am 9. November
für immer mit deutscher Geschichte verbunden. Der Jubilar habe sein Hobby, seine Leidenschaft
für die Jagd, zum Beruf gemacht, denn nur so seien berufliche und ehrenamtliche Erfolge zu
erklären. Dazu gehörten auch eine verständnisvolle Ehefrau und eine intakte Familie. Dem
Präsidenten der Handwerkskammer wünschte er Kraft, Mut und die Fähigkeit, zum Wohle des
Südthüringer Handwerks immer die richtigen Wege zu erkennen und zu gehen. Klaus Nützel,
Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen, hob in seiner Ansprache im Namen des Thüringer
Handwerkstages vor allem das ausgleichende Wesen und Wirken des Jubilars zwischen Kammer- und
Verbandsinteressen hervor. In herzlichen Worten ging Jürgen John vom Bundesinnungsverband
für das Büchsenmacherhandwerk auf die menschlichen Qualitäten von Helmut Adamy im Umgang
miteinander ein. Das letzte Wort gehörte dem Jubilar. Er zeigte sich von der Anteilnahme an
seinem Leben und Schaffen überwältigt und tief berührt.

Helmut Adamy und Ehefrau Brigitte mit den Gratulanten Jürgen John Obermeister der Büchsenmacherinnung
für Mitteldeutschland, Horst Knopf (2 v. re.) Büchsenmachermeister und Rudolf Wirsing
Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes und der Büchsenmacherinnung für Mitteldeutschland.
Innungsversammlung der Büchsenmacherinnung für Mitteldeutschland am 6. November in Ludwigslust
Die Büchsenmacherinnung für Mitteldeutschland führte am Freitag, dem 6. November 2009, ihre diesjährige
Mitgliederversammlung in Ludwigslust durch. Angereist waren neun Innungsbetriebe und fünf Gäste.
In der Jahresversammlung wurde über den Jahresabschluss 2008 sowie den Stand des Haushalts 2009 berichtet.
Satzungsänderungen und die Aufnahme neuer Mitglieder standen zur Abstimmung.
Informationen gab es unter anderem zur Neuordnung der Ausbildung zum Büchsenmacher.
Um die Zukunftsfähigkeit des Büchsenmacherhandwerks zu erhalten, ist der Bundesinnungsverband
gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks
zurzeit dabei, die Ausbildungsordnung für Büchsenmacher zu überarbeiten. Sie soll dabei an die modernen
Fertigungsmöglichkeiten, die auch einen alten Handwerksberuf maßgeblich beeinflussen., angepasst werden.
Dabei werden die neuen, modernen Verfahren berücksichtigt, ohne dass die alten handwerklichen
Fähigkeiten verloren gehen.
Bei diesem Neuordnungsverfahren engagieren sich erfahrene Innungsmeister, wie der stellvertretende
Innungsobermeister Helmut Adamy und das Vorstandsmitglied Jens Ziegenhahn vorbildlich.
Auch bei dem im September begonnen Meisterlehrgang für das Büchsenmacherhandwerk in Suhl hat die
Innung bei der Organisation des Vorbereitungslehrgangs maßgeblich mitgewirkt. Der Meisterprüfungsausschuss
wurde mit profilierten Innungsmeistern besetzt.
Auf der Grundlage einer Vereinbarung hat der Bundesinnungsverband die Büchsenmacherinnung für
Mitteldeutschland beauftragt, für den Zugang zum Büchsenmacherhandwerk über Ausübungsberechtigungen
nach § 7 a HwO sowie Ausnahmebewilligungen nach § 8 HwO Sachkundefeststellungen für das gesamte
Bundesgebiet abzunehmen.
Das speziell dafür aufgestellte Gremium wurde durch den Innungsobermeister Jürgen John und einem weiteren
Vorstandsmitglied besetzt. 2009 wurden
bereits drei Sachkundefeststellungen im Berufsbildungs- und
Technologiezentrum Rohr-Kloster der Handwerkskammer Südthüringen durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Innungsversammlung war ein Vortrag des Geschäftsführers, Rechtsanwalt
Klaus Gotzen, vom Verband der Hersteller von Jagd- und Sportwaffen und Munition (JSM) zum
Thema »Aktuelles Waffenrecht«.
Herr Rechtsanwalt Gotzen vertritt die Interessen der Innungen, des JSM und des Verband der Deutschen
Büchsenmacher und Waffenfachhändler e.V.) bei der Waffengesetzgebung.
Das Rahmenprogramm beinhaltete für die Büchsenmachermeister, die fast alle passionierte Jäger sind,
die Teilnahme an einer Jagd des Forstamtes Jarsnitz im Jagdgebiet »Kraaker Mühle«. Bei
einem für die Jahreszeit angenehmen Wetter war diese Jagd für die Teilnehmer nicht nur eine sehr
erfolgreiche, sondern auch eine gelungene Veranstaltung. Von den ca. 90 angetretenen Jägern wurde
Herr Jens Ziegenhahn von der Büchsenmacherinnung für Mitteldeutschland sogar »Jagd-König«.
Für die Nichtjäger, Partnerinnen der Jagdteilnehmer bzw. Gäste stand eine Stadtführung in Schwerin auf dem Programm.
Mit einem gemeinsamen Abendessen und einer nächtlichen Führung durch das Schloss Ludwigslust am Samstagabend
endete das offizielle Innungswochenende der Büchsenmacherinnung für Mitteldeutschland in Ludwigslust.
Allen Organisatoren und Sponsoren dafür ein herzliches Dankeschön.

Büchsenmacherinnung investiert in die Zukunft
Eröffnung der Geschäftsstelle der Büchsenmacherinnung Süddeutschland in München
Am 20.10. wurde im Hause der Elektroinnung München die Geschäftsstelle der Büchsenmacherinnung
Süddeutschland feierlich eröffnet. Im Beisein des Präsidenten des Bayerischen Handwerkskammertags,
Heinrich Traublinger, eröffnet der Obermeister der Büchsenmacherinnung Süddeutschland, Jürgen Triebel,
die neue Geschäftsstelle.
Die enge Verbindung zur Elektroinnung hat Tradition und ist begründet in der Auflage der
Prüfungsordnung, wonach der Vorsitzende der Meisterprüfungskommission immer ein Fachfremder sein
muss. Diesen Posten hat seit Jahren Alfons Schmid, Leiter der Ausbildung in der Elektroinnung München,
inne. Nach über zehn Jahren der Vorbereitung ist es nun endgültig gelungen, zunächst die beiden
Innungen aus Baden-Württemberg und Bayern zur Büchsemacherinnung Süddeutschland zusammenzuschließen,
Im zweiten Schritt wurde dann die Geschäftsstelle eingerichtet.
Zum Thema Waffenrechtsdiskussion fand Triebel deutliche Worte: »Tatsache ist: Wer Waffen und Gewalt
unreflektiert zusammenwirft, hat vom Thema keine Ahnung. Jagdwaffen und Sportwaffen sind für die, die damit
umgehen, nichts weiter als Werkzeug beziehungsweise Sportgerät. Wer jugendliche Gewalt und legalen Gebrauch
von Schusswaffen nicht auseinanderhalten kann, sollte sich besser informieren und seinen Medienkonsum überprüfen.«
Die Büchsenmacherinnung Süddeutschland besteht zurzeit aus rund 50 Mitgliedsbetrieben. Um die
Zukunftsfähigkeit dieses Handwerks zu erhalten, ist der Bundesinnungsverband zusammen mit dem
Bundesinstitut für Berufliche Bildung zurzeit dabei, die Ausbildungsordnung für Büchsenmacher zu überarbeiten.
Sie soll dabei an die modernen Fertigungsmöglichkeiten, die auch einen alten Handwerksbetruf maßgeblich
beeinflussen, angepasst werden. Dabei werden die neuen, modernen Verfahren berücksichtigt, ohne dass
die alten handwerklichen Fähigkeiten verloren gehen.
50 Jahre Bundesinnungsverband für das Büchsenmacherhandwerk
Am 12. April 1959 wurde in Kassel durch die damaligen Landesinnungen für das Büchsenmacherhandwerk
Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen der
Bundesinnungsverband für das Büchsenmacher-handwerk gegründet. Aufgabe dieses Bundesinnungsverbandes
war es, die Interessen des Büchsenmacherhandwerks wahrzunehmen, die Belange der einzelnen Landesinnungen
zu unterstützen und auf Bundesebene abzustimmen.
Zum ersten Obermeister des Bundesinnungsverbandes wurde einstimmig der Landesinnungsmeister für Hessen Hans
Zehner gewählt und zum Geschäftsführer Matthias Münch ernannt. Am 25. Mai 1961 genehmigte der
damalige Bundesminister für Wirtschaft Dr. Siegert die erste Satzung des Bundesverbandes für das
Büchsenmacherhandwerk. Seit nunmehr 50 Jahren stellt sich der Bundesinnungsverband für das
Büchsenmacher-handwerk seinen Aufgaben, wenngleich die Satzung im Laufe der Jahre mehrmals geändert
und ergänzt wurde.
Im April 2002 wurde der noch heute amtierende Vorsitzende Helmut Adamy von der Landesinnung für
Mitteldeutschland und als stellvertretender Vorsitzender Jürgen Triebel von der Landesinnung Bayern
gewählt. Der heutige Sitz der Bundesinnung ist die Handwerkskammer Südthüringen und als
Geschäftsführer fungiert Rudolf Wirsing. Auch im Internet präsentiert sich der
Bundesinnungsverband des Büchsenmacherhandwerks unter www.buechsenmacherinnung.de.
Fast täglich werden Anfragen aus ganz Deutschland gestellt. Vorwiegend betreffen diese die Ausbildung, Stellungnahmen
zu Ausnahmebewilligungen und rechtliche Bestimmungen. Die aktuellste Aufgabe, der sich der Bundesinnungsverband seit
längerem stellt, ist die Neuordnung der Berufsausbildung zum/zur Büchsenmacher/-in. Mit Unterstützung
des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks e. V. wurden bereits zahlreiche Gespräche mit Verbänden und
Sozialvertragspartnern und dem Bundeswirtschaftsministerium geführt. Inzwischen ist man guter Dinge, dass die
Neuordnung der Ausbildung 2009/2010 auf den Weg gebracht und ab September 2010 nach der neuen Ordnung ausgebildet wird.
Die Welt zu Gast in Nürnberg
IWA & QutdoorClassics
Vom 13. bis 16. März 2009 werden über 1.000 Aussteller und rund 31.000 Fachbesucher aus mehr
als 100 Nationen zur IWA erwartet. Auch der Bundes-
innungsverband für das Büchsenmacher-Handwerk
wird an einem Gemeinschaftsstand mit dem VDB präsent sein.
Sie finden uns in der Halle 3 am Stand 103. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Goldener Meisterbrief für Suhler Büchsenmacher
Am 25. September 2008 erhielten die Büchsenmacher Horst Weiss und Harald Werner (beide aus Suhl) im BTZ
Rohr-Kloster ihren »Goldenen Meisterbrief«. Hier mit dem Vorsitzenden des Bundesinnungsverbandes für
das Büchsenmacherhandwerk, Helmut Adamy.
Innungsversammlung am 30. August in Ulm
Am 30. August 2008 fand die diesjährige Innungsversammlung der Büchsenmacher der Bundesländer
Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen in Ulm statt.
Hier wurde die seit längerem vorbereitete Namensänderung in »Innung des
Büchsenmacherhandwerks für Mitteldeutschland« einstimmig durch die anwesenden Innungsmitglieder
beschlossen. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Änderung der Geschäftsführung. Die
Anwesenden Mitglieder wählten einstimmig Rudolf Wirsing als neuen Geschäftsführer.
Innungsobermeister Jürgen John, informierte über die Änderungen der Kennzeichnungsvorschriften
(§24 WaffG) seit dem 1. April 2008 und den Erläuterungen
des Beschussrates zur Kennzeichnung von
Schusswaffen vom 14. Mai 2008. Dabei wurden wichtige Probleme und Fragen der Innungsmitglieder diskutiert und
beantwortet. Weitere Informationen gab es zum Stand der Neuordnung der Ausbildung zum Büchsenmacher und
zum geplanten Meisterlehrgang Büchsenmacher. Dieser beginnt im Februar 2009 über die Handwerkskammer
Südthüringen.
Nach der Innungsversammlung besuchten die Mitglieder das Unternehmen Krieghoff und das Müller Schiess
Zentrum beides in Ulm. Es wurde eine neuartige In-Line Repetierbüchse vorgestellt und getestet.
Die nächste Versammlung der Innung des Büchsenmacherhandwerks für Mitteldeutschland findet im
April/Mai 2009 in Suhl statt.
Beschussverwaltungsämter in Bayern bleiben erhalten
Bayrische Schützen können ihre Böller künftig weiterhin im Freistaat Bayern überprüfen lassen.
Das Kabinett
beschloss, die zuständigen Ämter für die Beschussverwaltung in München und im unterfränkischen
Mellrichstadt zu erhalten.
Flyer zur Änderung des Waffengesetzes
Das Bundesministerium des Inneren hat einen Informationsflyer erstellt, der alle wesentlichen
Angaben bezüglich der Änderung des Waffengesetzes enthält.
Den Flyer können Sie unter dem folgenden Link downloaden:
Vorstandsitzung des Bundesinnungsverbandes für das Büchsenmacherhandwerk am 18. und 19. April 2008
im Berufs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Südthüringen in Rohr-Kloster
Die neue gewählten Landesinnungsmeister für Niedersachsen, Herr Heinz Kuhlmann, und für Nordrhein und
Rheinland-Pfalz, Herr Klaus-Bernd Liedl, wurden im Vorstand herzlich begrüßt. Zur Totenehrung für den im Januar
2008 verstorbenen langjährigen Bundeslehrlingswartes Hans Prinz wurde eine Gedenkminute eingelegt.
Nach dem Bericht der Rechnungsprüfer und der Diskussion zu den Jahreshaushalten 2006 und 2007 wurde dem
Vorstand und der Geschäftsführung Entlastung erteilt. Herr Karl-Heinz Wiedmer wurde nach seiner über 10jährigen
Arbeit als Geschäftsführer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als neuer
Geschäftsführer konnte Herr Steffen Müller vom Vorstand bestellt werden.
Als neuer Bundeslehrlingswart wurde Klaus-Bernd Liedl gewählt. Als Folge der Fusion der Landesverbände Bayern und Baden-Würtemberg gehört auch Herr Ferdinand Raetz nicht
mehr dem Vorstand an.
Aus organisatorischen Gründen wird die Geschäftsstelle und der Sitz des Bundesinnungsverbandes für das Büchsenmacherhandwerk in die
Rosa Luxemburg Straße 7-9 in 98527 Suhl verlegt.
Weitere Hauptthemen der Sitzung waren die Zusammenarbeit mit dem VDB und JSM sowie dem
FORUM Waffenrecht, Satzungsänderungen sowie eine Abgrenzung wesentlicher und unwesentlicher
Tätigkeiten im Büchsenmacherhandwerk. Die Ausgestaltung der Sitzung und das Rahmenprogramm
wurde vom Leiter des BTZ Rohr-Kloster, Herrn Wieber und seinem Team, vorgenommen. Der Vorstand bedankt
sich nochmals für die hervorragende Betreuung.


Helmut Adamy begrüßt den neuen Lehrlingswart Klaus-Bernd Liedl
Neuwahlen zum Vorstand der Innung von Niedersachsen-Bremen-Berlin
Am 09.04.2008 fanden Neuwahlen zum Vorstand der Innung Niedersachsen-Bremen-Berlin statt. Als neuer
Landesinnungsmeister wurde Büchsenmachermeister Heinz Kuhlmann, Bippener Str. 3, 49577 Ankum
gewählt. Es wird dem langjährigen Landesinnungsmeister Klaus Triebel, Berlin, für seine ehrenamtliche Arbeit
auch im Namen des Bundesverbandes gedankt. Herr Triebel hat nicht nochmals kandidiert.
Änderung des Waffengesetzes
Am 1.4.2008 traten Änderungen des Waffengesetzes (WaffG) vom 11. Oktober 2002 in Kraft. Nachfolgend können Sie das aktuelle Waffengesetz, welches die
Änderungen zum 1.4.2008 beinhaltet, als PDF-Dokument downloaden.
Fusion der Landesverbände Baden-Württemberg und Bayern
Ein überaus großer Erfolg, so Obermeister Triebel, ist im Sommer mit der Fusion der Büchsenmacherinnungen
in Baden-Württemberg und Bayern zur Büchsenmacherinnung Süddeutschland gelungen. Mit der Fusion können Kräfte
gebündelt und das Dienstleistungsangebot für die Mitgliedsbetriebe noch verbessert werden. Die Interessensvertretung
des Handwerks kann durch die Zusammenführung der Aufgaben besser wahrgenommen werden. Eine stärkere Organisation mit mehr Betrieben
findet in der Lobbyarbeit besser Gehör bei Politik, Wirtschaft, Kommunen und Verwaltung. Sie erhöht die Schlagkraft, wenn es um
die Durchsetzung der Interessen des Büchsenmacher-Handwerks geht.
Im Mittelpunkt der Innungsversammlung am 19. November 2007 standen die Neuwahlen der Büchsenmacherinnung Süddeutschland.
Herr Jürgen Triebel, Obermeister der bisherigen Büchsenmacherinnung Bayern, wurde einstimmig zum Obermeister der neu
gegründeten Büchsenmacherinnung Süddeutschland gewählt.
Da die Vorstandsmitglieder aus Bayern und Baden-Württemberg kommen, ist sichergestellt, dass die regionalen Interessen berücksichtigt werden.
Im Einzelnen ergaben die Neuwahlen folgendes Ergebnis:
Obermeister: Jürgen Triebel
stellvertretender Obermeister: Karl Prommersberger
weiteres Vorstandsmitglied: Ferdinand Raetz
weiteres Vorstandsmitglied: Peter Fortner
Rechnungsprüfer: Andreas Schuler
Rechnungsprüfer: Herr Waltermann
Modernisierung der Ausbildungsverordnung für Büchsenmacher/Büchsenmacherin
Seit über einem Jahrzehnt wurde die Ausbildungsverordnung für Büchsenmacher nicht mehr aktualisiert. Es ist an der Zeit neben der klassischen handwerklichen Ausbildung, die keineswegs vernachlässigt werden darf, den Lehrlingen in unserem Handwerkszweig auch modernste Fertigungsverfahren und Fertigungstechniken nahe zu bringen.
Federführend bei der Erarbeitung der Verordnung ist der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit dem Bundesinnungsverband für das Büchsenmacherhandwerk.
Während der IWA im März 2005 fand eine erste Zusammenkunft zu diesem Thema statt. Zur Erarbeitung eines Rahmenplanes trafen sich im Juli 2005 Vertreter der beiden für das Büchsenmacherhandwerk in Deutschland existierenden Schulen mit dem Vorstand des Bundesinnungsverbandes in Ehingen.
In sehr guter Atmosphäre konnte schnell in allen Fragen Übereinstimmung erzielt werden, so dass die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geforderte Gliederung als Arbeitsgrundlage erstellt wurde. Weiterhin wurden »Hausaufgaben« zur weiteren Arbeit verteilt.
Herr Oberstudiendirektor Werner Glocker, Leiter der Baden-Württembergischen Gewerblichen Schule Ehingen, stellte uns nach der offiziellen Beratung persönlich seine Bildungsstätte vor. Auch mit Herrn Oberlehrer Remboldt, Leiter der praktischen Ausbildung, wurde noch über die zu erarbeitende Verordnung gesprochen.
Ausrüstung, Standard und Ausbildungsmöglichkeiten waren sehr beeindruckend.
Frau Ina Stade, Schulleiterin des Staatlich Gewerblich-Kaufmännischen Berufsbildungszentrums Suhl, und Ihr Stellvertreter, Herr Martin Pormann, zeigten sich mehr als zufrieden über dieses Treffen. Beide Schulen haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart.
Im Frühjahr 2008 werden wir einen neuen Vorstoß zur Neuordnung der Ausbildung unternehmen.
Wenn alles nach Plan verläuft und die politische Seite der neuen Verordnung Gesetzeskraft verleiht, können demnächst auch Büchsenmacher und Büchsenmacherinnen nach neuen Richtlinien ausgebildet werden.

von links: Martin Pormann, Ina Stade, Helmut Adamy, Werner Glocker, Klaus Wilcke (Gewerbeschulrat, GBS Ehingen), Jürgen Triebel, Ferdinand Raetz, Roland Ernst (Oberstudienrat, GBS Ehingen)
